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Manie in Dosen

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Description

German Edition of ‘A Can of Madness’
By Jason Pegler
Translated by Monika Kandler

ALSO AVAILABLE IN PAPERBACK

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ISBN: 978-1-84747-267-0
First Published: 2002
This Edition: 2007
Pages: 246
Key Themes: foreign language, Abi-polare, manische Depression, Depression, Alkoholismus, Manie, Droge missbrauchen, Rückgewinnung

Description

Manie in Dosen: Über mein Leben zu schreiben, hat mich gerettet
Es gibt Momente im Leben, wo wir in unserer persönlichen Lebensgeschichte ein bisher noch unbekanntes Kapitel aufschlagen. Jason Pegler war gerade siebzehn Jahre alt und vollauf damit beschäftigt, mit den Sorgen eines Teenagers wie Mädchen, Alkohol, Drogen und seiner Hochbegabung fertig zu werden, als ein neuer Seinszustand alles auf den Kopf stellt. Er wird manisch und verhält sich plötzlich völlig absurd. Seine erste depressive Phase fordert beinahe sein Leben und mit ungeheurer Kraft und Motivation kämpft er sich zurück. Nach einigen Rückschlägen lernt er, dass er nur eine Chance hat: er muss Verantwortung für sein Leben übernehmen und nicht gegen sein Schicksal kämpfen, sondern seine Krankheit integrieren.

Book Extract

Während ich am Rücksitz des Polizeiwagens, einen weißen Raumanzug tragend abgeführt wurde, war ich völlig überzeugt davon, ich sei Donovan Bad Boy Smith auf dem Weg zu meinem nächsten Rave. Mein Kopf war voller Musik und den Erinnerungen an eine Nacht in den „Brunel Rooms“ in Swindon. Die „Brunel Rooms“ sind das Mekka der Drogenjunkies aus Gloucester und Umgebung der frühen und mittleren Neunziger Jahre. Als ich Donovan dort sah, war er dermaßen voll gedröhnt, dass er sich weigerte, um drei Uhr nachts Schluss zu machen. Er spielte weiter, bis schließlich jemand um halb vier Uhr den Stecker aus der Dose zog und dem ganzen Spektakel ein Ende setzte.

Wenn wir schon von „Ende setzen“ sprechen, wie zur Hölle soll man mit einer psychischen Erkrankung leben? Fragen sie nicht mich, ich bin noch immer dabei, genau das herauszufinden. Schließlich plant man ja nicht, sich so etwas zuzulegen oder erwartet, sich jemals mit diesen Erfahrungen auseinander setzen zu müssen. Wie wir immer zu sagen pflegen: Das kann mir nicht passieren. Aber es kann. Und in meinem Fall ist es passiert.

Und nachdem Herkules und Ajax nicht damit umgehen konnten, wie zur Hölle sollte ich es dann schaffen? Wenig überraschend konnte ich es nicht und genau aus diesem Grund habe ich mich so lange in Selbstmitleid gewälzt.

Möchten sie wissen wie es ist verrückt, bekloppt und ständig wütend zu sein? Sie stehen kurz davor, mehr darüber zu erfahren. Ich werde ihnen auch darüber erzählen, wie es sich anfühlt über Monate Selbstmordgedanken zu haben – das Schicksal der Depressiven. Eines aber ist sicher: je früher sie ihre Manie bewältigen, desto sicherer wird ihr Leben. Die größte Gefahr für sich selbst und andere in diesen Phasen sind sie selbst. Sie handeln nicht mit voller Bewusstheit und haben keine Ahnung, was sie so alles anstellen. Je länger eine manische Phase dauert, desto schwerwiegender fällt die unvermeidlich depressive Phase aus.

Das Problem der manischen Phase sind die wunderschönen und einmaligen Erlebnisse, aus denen man so rasch als möglich wieder aussteigen muss, obwohl es dafür keinen Grund seitens des Betroffenen gibt. Ironischerweise wächst die Faszination an diesem Zustand aufgrund seiner Unvollkommenheiten. Denken sie an die Mona Lisa, die keine Augenbrauen hat. Das Bild zieht an, denn irgendetwas stimmt nicht. Sie hebt sich ab von der Norm, und das fasziniert den Betrachter.
Auch die Lebensgeschichte von Van Gogh hat mich immer wieder bestärkt; er wohnte nur ein paar Straßen entfernt von mir in Stockwell. Auch er war zu Lebzeiten von seiner eigenen „Verrücktheit“ befangen. Außerdem fand ich immer wieder Trost in den Worten des Dichters und Komponisten Ivor Gurney. Auch er war Manisch, wuchs in Gloucester auf und lebte schließlich im Süden Londons. Anscheinend war er ein Wanderer und Straßensänger und hat immer wieder in Scheunen am Wegesrand übernachtet.

Hucclecote, eine angenehmere Gegend rund um Gloucester (obwohl der Anteil an Betrunkenen und Herumlungernden vergleichsmäßig hoch ist), befindet sich etwa eineinhalb Meilen vom Stadtzentrum der nahen Stadt Cheltenham entfernt. Wir übersiedelten in diese Gegend, da es für meine Eltern von größter Bedeutung war, dass mein Bruder Harvey und ich in der Schule erfolgreich waren. Von Hucclecote aus erreicht man die berühmte Sir Thomas Rich’s Schule in Longlevens mit dem Fahrrad. Wir sollten uns einer Prüfung unterziehen, um in einer der besten Schulen aufgenommen zu werden.
Unsere Straße, die Green Lane, war sehr ruhig, (untere) Mittelklasse und hatte eine große Grünanlage in der Umgebung. Viel mehr gibt’s darüber nicht zu erzählen. Kommen wir lieber zu meiner Familie.

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